Früh morgens gingen wir in dem verschlafenen Ort Pak Lai auf die Suche nach einem Frühstück um gestärkt nach Thailand einzureisen.
Gefunden haben wir eine kleine Garküche welche gebratene Nudeln anbot. Wir nahmen das "üppige" Angebot an. Allerdings waren sie kalt. Geschmeckt haben sie trotzdem sehr lecker😋
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Mittwoch, 21. Februar 2018
Paklai - Grenze - Ban Muang Phrae
Na-Kang bis Pak Lay
Wir fahren die ersten 18km im Morgennebel, die Reisfelder dampfen. Was gestern Staub war ist heute Schlamm durch den nächtlichen Regen. Da außer ein paar Rollern niemand unterwegs ist stört das nicht. Wir suchen nach Frühstück und wollen keine Suppe.
Dienstag, 20. Februar 2018
Laokham bis Na-Kang
Sind ohne Frühstück los und haben unterwegs ein paar Muffins gekauft. In Laokham hätte es sogar noch mehrere Guesthouses gegeben. Kurz nach dem Ortsende begann die Schotterstraße. Lt. Navi hätte die 4501 Teer sein sollen. Auf den ersten 10km war linksseitig schon Schotter vorbeteitet. Die Lehmpiste wird wohl bald geteert. Wir entschieden uns nicht 118km auf der 4501 bis zum Mekong zu fahren, da dies auf einer Schotterpiste zu viel gewesen wäre. Nach ca. 20 km teilt sich die Straße, wir entschieden uns für die breitere aber weniger befahrene westliche Strecke der 4501. Sie verläuft vorbei an mehreren schönen Karstfelsen und später durch dichten Sekundärwald, eine Forest protektiv Area, was sich sofort positiv auswirkt.
In Phasang-Nua biegt man dann ab auf eine territory Road. Anfangs eng an den Felsen ist es eine Traumstrecke. Auf 35km geht es nun ständig auf und ab. Zunächst ist 425m die höchste Stelle. Danach geht es wieder 150m extrem steil bergab in ein querendes Tal. Dort geht es wieder genauso steil bergauf. Wir machten unsere T-Shirts an einer Quelle nass um bei der Hitze bestehen zu können. Der zweite Pass liegt auf 566m, die Openstreetmap stimmt wieder mal nicht. Wieder geht es 200m dermaßen steil bergab, dass fast die Bremsen an ihre Grenzen kommen. Eine echte Schinderei aber eine tolle Wildnisstecke. Es fuhren genau 4 Autos auf den 35km.
Am Ende ist man glücklich auf die 4502 zu kommen. Eine sehr kleine, ungeteerte Straße mit ein paar Getreidebetrieben deren Laster ziemlich stauben. Man hat eine dicke Kruste auf der Haut wenn man im Sayung Guesthouse ankommt. Mitten im Nichts steht eine kleine Motelanlage für Feierlichkeiten. Wir kamen erst nach Sonnenuntergang an. Der Sohn spricht Englisch. Die Mutter hat uns eine super redcurry Noodlesoup gemacht. Mitten drinn fiel der Strom im Dorf aus. Mit Handylicht und einer Autobatterie mit Energiesparlampe ging es weiter.
Sonntag, 18. Februar 2018
Vang Vieng - Don
Eine ruhige aber warme Nacht. Wir starten früh, der Sonnenaufgang ist aufgrund des diesigen Wetters wenig spektakulär. Gleich im Ort muss man für 6000 Kib eine Holzbrücke Richtung Westen befahren. Danach geht es auf Teer einige Km an Anbietern von Buggy-Cars vorbei. Die asiatischen Touristen erhalten gerade per Megaphon ihre Einweisung. Wir hoffen die fahren nicht unsere Strecke. Es begegnen uns nur drei, die wegen des Staubs fast nichts sehen. Wir biegen ab auf einen Trek der 125m hoch zwischen die Karstfelsen geht. Herrliche Landschaft aber ein paar heftige Schiebestücke sind zu bewältigen. Das Ganze zieht sich, ein ewiges Auf und Ab durch dichten Bambuswald. Nach insgesamt 32km und 20km durch den Djungel kommt eine kleine Siedlung mit einem Laden. Wir durchsuchen den Kühlschrank , es scheint nur Mirinda drin zu sein. Der Chef liegt noch im Bett, schnell kommen alle her und so sitzen wir zu acht in der kleinen Hütte. Wir schwitzen und drinken eine kalte Pepsi, die anderen schauen uns an und freuen sich. Schlafplatz und Arbeitsplatz ging in der EU gar nicht. Hier aber ist Laden, Schlafzimmer und Wohnraum ein und das selbe Basthäuschen.
Weiter geht es auf einer ziemlich staubigen Lehmpiste wo plötzlich ein riesiges chinesisches Zementwerk im Djungel steht. Einen km weiter folgen mehrere kleine Tavernen und wir essen TomYam, wobei wir beim Blick in die Nachbarteller dachten es wäre mit Ente. Es ist aber eine Wurst, wie Brühwurst.
Phou Khoun bis Vang Vieng
Morgens gab es am Markt leckere Teigtaschen, frisch in Öl gebraten. Um 6:00 ging die Sonne genau vor unserem Balkon auf, die Nacht war extrem ruhig hier.
Danach sind es noch 60km bis Vang Vieng.
In Vang Viang will einer 50 Dollar für ein Zimmer mit Hofblick (bei Agoda kostet das Zimmer 33$, wobei man bei Agoda vorsichtig sein muss. Nach der Buchung kommt erst noch die Steuer dazu!!!). Wir radeln 200 m weiter und bekommen ein Vierbettzimmer für uns alleine mit Deluxeausstattung und Balkon mit Flussblick für 30 Euro, und das rechtzeitig vor Sonnenuntergang. Top.
Da man gelegentlich Horrorgeschichten über die 13 zwischen Luang Prabang und Vang Viang liest: die Strecke ist schön zu fahren, es herrscht wenig Verkehr und die Steigungen sind moderat. Man muss sich nur seine Tagesettappen genau zusammenstellen. Wir haben für die 230km drei Tage gebraucht.
Der Ort Vang Vieng wirkt beim Einfahren staubig und hektisch. Abends an der Flussseite ist es sehr chillig mit vielen kleinen Kneipen und Restaurants mit Terrasse zum Fluss.
Der Hotelwirt erzählt, dass am 24.02. chinesisches Neujahr ist, deswegen seien so viele hier unterwegs.
Heute: 101km, 910 Höhenmeter
Morgen starten wir eine Querung bis rüber nach Pak Lay. Mal sehen ob das klappt.
Freitag, 16. Februar 2018
Khouanamming bis Phou Khoun
Suchbild: was fehlt hier? Man sollte bei einem Zimmer immer die Vollständigkeit der Installation überprüfen. Wasserhähne die sich beim Aufdrehen mitbewegen, Waschbecken ohne Siphon bei denen das Wasser einfach unten rausplätschert, eine Dusche bei der man das komplette Klo überschwemmt....alles ganz normal. Aber dass mal gleich das ganze Waschbecken samt Wasseranschluss vergessen wurde, war bisher das Lustigste.
Donnerstag, 15. Februar 2018
Luang Prabang, auf der 13 bis Khouanamming
Morgens um 8:00 gestartet, am Nightmarket hatten wir uns noch ein paar Cinnamonrolls in einer französischen Bäckerei für das Frühstück besorgt. Die ersten 13 Km teilt man sich mit hunderten chinesischer SUV, laotischen Rollern und viel Schwerlastverkehr. Sie biegen alle auf die 4a ab. Ein Chinese überholte mich auf der Kreuzung zur 4A und bog unvermittelt vor mir dann doch rechts ab. Er hätte mich beinahe überfahren. Gut das dann auf der 13 kein einziger von denen unterwegs ist. Keine Busse, keine Tuktuks, nur eine Hand voll Laster. Die Strecke ist herrlich und man ist schnell auf 800m, wo es auch nicht mehr so heiß ist. Die Steigungen sind mäßig und nur 2x über 8%.
Uns überholte ein Schweizer auf einem gemieteten Rad, er hat 3 Tage Zeit für die Tour, weiß gar nicht wo er ist, wie weit es ist und wo er übernachten will. Mit dem Flugzeug kam er aus Vietnam. Danach will er weiter auf dem Mekong hoch fahren. Er schimpft auf die vielen Reiseveranstalter in den Touri-Orten wie Luang Prabang, die alles wie Disneyland organisieren. Sie hätten ihm angeboten ihn hoch in die Berge zu bringen. Jedes zweite Gebäude sei ein Reiseveranstalter. In Vietnam wollten sie auch nur DEIN Geld und wären recht unverschämt.
Aha. Die Veranstalter passen sich aber eigentlich nur den Kunden an, die dort aus den Bussen gekippt werden. Oben am Pass auf 1050m steht tatsächlich ein Tourbus, der dort völlig abgekämpfte Radler auf viel zu kleinen Rädern, mit einer Wasserflasche als Ausrüstung, aufsammelt.
Der Ort besteht aus ein paar Gaarküchen, Teakholzpflanzungen und der Baustelle für einen Tunnel des Hochgeschwindigkeitszuges, der hier eines Tages von Singapur nach Bangkok fahren soll. Außer dass der Zug hier mal kurz 500m lärmend aus einem Tunnel kommt, wird man hier von dem Projekt wohl nicht viel haben. Die Bauarbeiter sind aus China und eine Haltestelle wird es wohl nicht geben. Laos wird aufgrund seiner bergigen Lage fast komplett untertunnelt. Alles damit ab 2020 die Menschen aus einem Moloch in das Andere rasen können.

